Die Kokorew-Höfe

Длительность: 03:57:17
Язык экскурсии: Русский
Автор: Publisher "New book"

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Links vom Glockenturm der Kirche steht ein gelbes Haus mit weißen Verzierungen und einem großen Bogen in der Mitte der Fassade. Es ist ein vom Industriellen Wasili Kokorew erbauter Komplex aus Hotel und Lagerräumen aus dem 19. Jhd..

Im alten Moskau waren diese Bauten als die „Kokorew-Höfe“ bekannt. in den 60er Jahren des 19. Jhds. war der Name Wasili Kokorews in aller Munde. Seinen Reichtum erwarb er durch Weinhandel und über die Verbrauchssteuer für den Handel mit alkoholischen Getränken. Einfacher ausgedrückt, kaufte er beim Staat, der damals das Monopol darauf besaß, Wodka zu Festpreisen auf und erhöhte dann den Wiederverkaufspreis nach Gutdünken.Dies wiederum erlaubte ihm, Geld in die Ölförderung bei Baku zu investieren. Mit wachsendem Erfolg führte er später das ruhige und finanziell gesicherte Leben eines echten „Ölmultis“. Er steckte viel Geld in mehrere weitere Wirtschaftszweige, hielt sein Geld im Umlauf und vermehrte es stetig.

Wasili Kokarew verfasste eine Reihe von Büchern und Broschüren über das Geschäftsleben. Der Titel eines seiner Bücher lautete „Eine Milliarde in der Tasche“. Als solch reicher Mann konnte er sich auch leisten, ein großes Grundstück direkt gegenüber des Kreml zu erwerben und darauf für zwei Millionen Rubel ein Hotel zu errichten. Zu Beginn wurde das Hotel noch „Sophienhöfe“ genannt, erst später erhielt es den Namen seines Besitzers. Das Hotel galt als eines der besten und größten von ganz Moskau.

In den „Kokorew-Höfen“ stiegen viele Berühmtheiten ab, unter anderem auch der Komponist Tschaikowski. Dieser schrieb: „Wie habe ich es doch schön in meinem Hotel. Ich öffne die Tür zum Balkon und erfreue mich beständig an dem Blick auf den Kreml.“ Für die Künstler, die zu Gast waren, gab es sogar Ateliers und Werkstätten und die Kokarew-Galerie mit mehr als 500 Bildern. In der Sowjetunion wurde das Gebäude um noch drei zusätzliche Etagen aufgestockt. Wasili Kokarew ließ auf eigene Kosten einen an seinem Besitz beginnenden Boulevard bauen, der mit Linden und Ulmen bepflanzt wurde und entlang des Wasserumleitungskanals von der Lubotschni-Gasse zum Bolotnaja-Platz führte. Der Unternehmer machte diesen Boulevard der Stadt Moskau zum Geschenk.

Wasili Kokorew wurde 1817 in einer kleinbürgerlichen Familie aus Wologda geboren. Seine Familie gehörte zu den Altgläubigen der Glaubensgemeinschaft „Pomorski Tolk“, einer Art Sekte, die sich von der russisch-orthodoxen Kirche abgespalten hatte. Kokorew wurde einer der Pioniere der Ölindustrie, indem er in Baku die erste Erdölraffinerie Russlands baute.In diesem Werk arbeitete auch der große russische Wissenschaftler Dmitri Mendelejew, der Begründer des Periodensystems der chemischen Elemente, der auch viele Neuerungen vorantrieb, so zum Beispiel die Verfahrenstechnik zur kontinuierlichen Destillation von Erdöl. Kokorew gehörten Schwarzmeer-Reedereien, die Wolga-Kama-Bank und die erste öffentliche Moskauer Bildergalerie. Während des Krimkrieges 1853-1856 schickte er auf eigene Kosten 100 mit Provision und Ausrüstung beladene Schlitten auf die Krim. Diese Schlitten brachten auf ihrem Rückweg Verwundete aus Sewastopol mit.

МЕСТОПОЛОЖЕНИЕ ОБЪЕКТА

Информация по экскурсии "Samoskvorechie"

Die Territorien des historischen Bezirks Samoskvorechie liegen auf der rechten (südlichen) Ufer des Flusses Moskva. Sie haben sich zum Moskau im 14. Jahrhundert angeschlossen, als russische Länder unter den Goldenen Hordenüberfällen gelitten haben. Die Kolonisten waren hauptsächlich Soldaten, Handicraftsmen und Großhändler. Ihr Leben wurde in einem Patchwork sloboda System organisiert. In 1591-1592 während der Regierung von Feodor I wurde die gekräftigte Mauer auf der Seite des heutigen Gartenrings gebaut.

Sogar jetzt kann man von den Straßennamen leicht verstehen, welchen Beruf die Einwohner vor einigen Jahrhunderten hatten. Zum Beispiel haben sich königliche Gartenbegleiter (садовники, sadovniki) am Anfang der heutigen Sadovnicheskaja Strasse von 1495 bis zum Feuer im 1701 niedergelassen; Gerber, die sich auf das Schaffell (oвчинники, ovchinniki) spezialisierten, haben ihren Namen Ovchinnikovsky Gassen gegeben; königliche Minzenarbeiter (монетчики, monetchiki) - zu Monetchikovskij Gassen, Gerichtsübersetzer (толмачи, tolmachi) zu Tolmachevsky Gassen. Die Bolshaya Ordynka Strasse wurde nach Orda genannt und war die Straße zur Goldenen Horde, und lebte die Tatar- Gemeinschaft dort am Anfang.

Während unserer Tour sind wir dabei, Ihnen über berühmte historische Gebäude in der Pyatnitskaja Strasse, der Hauptwandernstraße des Bezirks zu erzählen. Wir werden um den Staat Tretyakov Galerie spazieren gehen und die Geschichte über Tretyakov, berühmte russische Unternehmer, Sammler und Gönner der Kunst und die Geschichte, ihrer Sammlung und Galeriengebäudes erzählen.

Es gibt auch das Haus und Museum eines anderen berühmten russischen Unternehmers und Gönners der Kunst – Bakhrushin’s Museum der Theater, dass im 1896 gebaut wurde.

Berühmter russischer Schriftsteller Alexander Ostrovsky hat auch in Zamoskvorechie in der Malaya Ordynka Strasse gelebt. Wenn Sie seine Arbeiten mögen, können Sie sein Hausmuseum besuchen.

Zamoskvorechie ist wegen seiner Kirchen berühmt: die Kirche von St. Sophia der Weissheit des Gottes auf der Insel des Gärtners und ihrem Glockenturm, die Kirche von St. Georg der Siegreiche in Endova, die Kirche der Ikone “die Heiterkeit von Allen, die leiden”, die Kirche von St. Nicholas in Pyzhakh usw. Jede von ihnen hat seine eigene Geschichte und Geheimnis.

Mit Ihrem Audioführer werden Sie alle Straßen und Gassen durchgehen, einige interessante Höfe kennenlernen, die Legenden und Mythen erforschen und die Wahrheit herausfinden. Sie werden sich auf den Bänken des Bolotnaya Platz entspannen; die Bilder der Kremlkuppeln, Riese Bildsäule von Peter dem Großen, Flussdeiche nehmen, über das ehemalige Hotel Mamontov und super Luxusbalchug-Kempinskij erfahren.


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